SFH-141211  Bezirk Schwaz Großer Krach um Lärmschutzwand in Fügen,  Tiroler Tageszeitung Von Angela Dähling mit Kommentar Dr. Lederbauer vom 18.9.2018   14.25 Uhr

In Fügen sollte gestern mit dem Bau einer Lärmschutzwand begonnen werden. Jetzt liegt der Fall beim Verwaltungsgerichtshof: Der Billigstbieter, der eine begrünte Wand anbot, schied aus dem Verfahren aus.

http://www.tt.com/panorama/verkehr/14815811-91/gro%C3%9Fer-krach-um-l%C3%A4rmschutzwand-in-f%C3%BCgen.csp


















SFH-141211  Bezirk Schwaz Großer Krach um Lärmschutzwand in Fügen
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In Fügen sollte gestern mit dem Bau einer Lärmschutzwand begonnen werden. Jetzt liegt der Fall beim Verwaltungsgerichtshof: Der Billigstbieter, der eine begrünte Wand anbot, schied aus dem Verfahren aus.

http://www.tt.com/panorama/verkehr/14815811-91/gro%C3%9Fer-krach-um-l%C3%A4rmschutzwand-in-f%C3%BCgen.csp



Begrünter Lärmschutz aus alten Autoreifen. In Fügen ist aber Holz-Beton gewünscht.

Fügen – Soll Tirol mit Lärmschutzwänden aus Holz-Beton zugepflastert werden? Oder sollte man künftig öfter auf begrünte Lärmschutzwände setzen? Die Grundsatzfrage stellt Wolfgang Lederbauer. Das hat seinen Grund. Der Wiener stellt mit seiner Firma „Ecooo-Projects" seit Jahrzehnten begrünte Lärmschutzwände her. Aufgestellt wurden allerdings nur sehr wenige – darunter vor vielen Jahren eine an der Autobahn bei Völkermarkt und eine in der Bahngasse in Klagenfurt. Bewässert werden müssen sie nicht. Letztere soll bei der nächsten Revision allerdings ausgetauscht werden – durch eine konventionelle Alternative. Gab es Probleme? „Nein, gar nicht", heißt es seitens der ÖBB. Man habe sich einfach dazu entschieden und weist beiläufig auf die verbauten, recycelten Materialien hin: alte Autoreifen und alte Ski.

Lederbauer wollte mit seiner begrünten Altreifen-Lärmschutzwand auch das Zillertal ruhiger und grüner machen. Als das Land Tirol die Lärmschutzwand im Bereich Fügen-Gagering an der B169 ausschrieb, bot seine Firma mit an. Mit 687.000 Euro war Lederbauer Bestbieter. Seine Wand wäre um rund 300.000 Euro günstiger als das zweitgünstigste Angebot, das von der Strabag kam.

Doch zum Zug kam er nicht. Der Grund: Die Ausschreibung lautet auf Holz-Beton-Wand. Eine begrünte Lärmschutzwand sei nicht gewollt. Dass keine Alternative zugelassen wird, will der Wiener Unternehmer so nicht hinnehmen. Er hat vorige Woche die Vergabe beim Verwaltungsgericht beeinsprucht.

Eigentlich hätte das Land gestern mit der Errichtung der Lärmschutzwand zwischen dem Hofer-Markt und Camping Hell beginnen wollen. Die Fertigstellung wäre im Dezember geplant gewesen. Daraus wird jetzt nichts aufgrund des Gerichtsverfahrens, dessen Ausgang abgewartet werden muss. Warum wird keine begrünte Lärmschutzwand gewünscht, zumal sie noch billiger wäre? „Wir haben mit der Gemeinde und der Bevölkerung im Vorfeld die verschiedenen Möglichkeiten diskutiert und uns auf Holz-Beton mit Glasflächen festgelegt", sagt Bernhard Hampel von der Abteilung Straßenbau beim Land. Ein Architekt habe aus den Vorgaben eine Wand kreiert, die später auch beim Bau der Umfahrung Fügen zum Tragen kommen solle. „Wir wollen die begrünte Wand nicht, sondern Holz-Beton. Somit erfüllt Herr Lederbauer die Kriterien nicht", bekräftigt auch Bürgermeister Dominik Mainusch. Über eine grüne Alternative sei nie gesprochen worden, räumt er ein. „Und das, was Herr Lederbauer eingereicht hat, war kein seriöses, nachvollziehbares Angebot, sondern ein Leistungsportfolio. Es gibt auch zu wenig Referenzen", sagt er. Zudem wisse man, dass Holz-Beton schallabsorbierend sei. „Altreifen mit Erde und Pflanzen haben bei Weitem nicht diese Lärmschutzwirkung", meint Mainusch. Lederbauer dementiert: „Meine neueste Wand hat eine besonders hohe Schallabsorption, die durch eine Vorsatzschale im Vergleich zur Holz-Beton-Wand unschlagbar ist", behauptet er.

Bernhard Hampel ist nicht grundsätzlich gegen die grüne Alternative. „Sie hat ihre Berechtigung, ist nur in Fügen nicht Thema. Wenn das aber irgendwo gewünscht ist, machen wir das gerne", sagt er. Man wolle schließlich die Wünsche der Gemeinden und Bürger berücksichtigen. BM Dominik Mainusch bedauert sehr, dass die Errichtung des Lärmschutzes, für die die Anrainer seit Jahren kämpfen, nun durch Lederbauers Klage verzögert wird. „Der Bürgermeister bat mich vorige Woche, die Klage zurückzuziehen, als ich beim Camping Hell einige interessierte Bürger informierte. Aber das mache ich nicht", sagt Lederbauer. Der Campingplatzbetreiber, der seinen Abschnitt der Holz-Beton-Wand selbst zahlen muss, will bei einer zweiten Wand, die er privat errichtet, auf begrünten Lärmschutz setzen. Allein schon, weil er schöner und günstiger sei.


Kommentar Dr. Lederbauer vom 18.9.2018   14.25 Uhr

Zu. " Letztere soll bei der nächsten Revision allerdings ausgetauscht werden – durch eine konventionelle Alternative. Gab es Probleme? „Nein, gar nicht", heißt es seitens der ÖBB. Man habe sich einfach dazu entschieden und weist beiläufig auf die verbauten, recycelten Materialien hin: alte Autoreifen und alte Ski... "
Das ist eine unglaubliche Meldung.
Vor fast 25 Jahren haben die ÖBB im Rahmen einer Ausschreibung verschiedene Lärmschutzsysteme getestet. Bei einer Befragung der Bevölkerung stellte sich heraus, dass diese  " Begrünte Lärmschutzwand " von der Bevölkerung nachdrücklich begrüßt wurde.

Will man eines der eindrucksvollsten ECOOO-WALL Demonstrationsprojekte, das noch dazu neben den konventionellen steht,  beseitigen, damit ein unmittelbarer Vergleich zwischen verschiedenen Lärmschutzsystemen nicht mehr möglich ist? Wir werde diese Sache mit äußerster  Konsequenz nachgehen.

Zu. " Lederbauer wollte mit seiner begrünten Altreifen-Lärmschutzwand auch das Zillertal ruhiger und grüner machen... "

Ich habe vom 13. bis 17.9.2018 Fügen und andere Orte im Zillertal besucht und war über die Lärmprobleme -vor allem in Fügen - Gagering " geschockt.  Ich - und viele Bürgerinnen und Bürger sehen es aus ästhetischen Gesichtspunkten als höchst problematisch an, im schönen Zillertal ein " Holzbetonwand " aufzustellen.

Zu: „Wir wollen die begrünte Wand nicht, sondern Holz-Beton."
Solche Äußerungen haben bei meinem Besuch in Fügen am 14.9. mehrere Anrainer lautstark und verzweifelt vorgebracht.  Auch der Bürgermeister von Fügen sagte " Wir wollen eie Holzbetowand ". Es stellte sich heraus, dass weder die politischen lokalen Volksvertreter noch die Bevölkerung selbst über die Möglichkeit von " Begrünten Lärmschutzsystemen " informiert worden waren.  Wir werden dieser Frage nachgehen.

Vgl.:

» SFH-141212 Fügen in Tirol, Amtliche Mitteilung des Bürgermeisters Mag. Mainusch vom 17.9.2ß18
" Die Errichtung der hocheffizienten Lärmschutzwand, die sich optisch in die vorhandene Umgebung einpasst... " Anmerkung Dr. Lederbauer vom 18.9.2018 Zu: " Die Errichtung der hocheffizienten Lärmschutzwand, die sich optisch in die vorhandene Umgebung einpasst... " Da stellen sich folgende Fragen: 1. Ist die Schallabsorption einer " Holzbetonwand " wirklich hinreichend ? 2. Welche Lärmschutzwand passt sich optisch besser in die Landschaft ein ? Ein ECOOO-WALL Projekt oder eine Holzbetonwand ?


Zu. " Zudem wisse man, dass Holz-Beton schallabsorbierend sei. „Altreifen mit Erde und Pflanzen haben bei Weitem nicht diese Lärmschutzwirkung", meint Mainusch... "

Bedauerlicherweise ist diese Feststellung vollkommen falsch.
Genau das Gegenteil ist der Fall.  Die weiche Oberfläche und Miliionen Pflanzenblätter ermöglichen schon jetzt eine ausgezeichnete Schallabsorption. Hierüber liegen Gutachten vor.

Ausserdem haben wir eine höchstabsorbierende Vorsatzschale entwickelt. Die Schallabsorptionswerte von ECOOO-WALL  HIABS sind unschlagbar.


Zu. " „Meine neueste Wand hat eine besonders hohe Schallabsorption, die durch eine Vorsatzschale im Vergleich zur Holz-Beton-Wand unschlagbar ist"... "


Diese  neue entwickelte Vorsatzschale  bietet bisher unerreichte Schallabsorptionswerte ! Wir sind der Auffassung, dass dieses Faktum gebührend beachtet werde sollte.
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