SFH-270-954   Dr. Troootzi studiert die Ausschreibungsunterlagen der ASFINAG beim Projekt " S7 Fürstenfelder Schnellstraße, Abschnitt Straßenbau/Kunstbauten km 22,650 – 27,625

Abschnitt:  B.3 Technische Vertragsbestimmungen für den Straßen- und Brückenbau der ASFiNAG
3.1.2.42 Lärmschutzbauten

B.3 Technische Vertragsbestimmungen für den Straßen- und Brückenbau der ASFiNAG
3.1.2.42 Lärmschutzbauten
3.1.2.42.1Grundlagen
Grundsätzlich gelten die in Österreich verbindlichen Normen für die Errichtung von
Lärmschutzwänden in der jeweils gültigen Fassung, sowie die „Rechtlichen
Vertragsbedingungen für den Straßenbau (RVS)". Ergänzend zu diesen Normen
gelten die "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für die
Ausführung von Lärmschutzwände an Straßen (ZTV – Lsw.)

Das Auswechseln beschädigter Elemente oder ganzer Felder soll ohne wesentliche
Behinderung des Betriebes und ohne Auswirkungen auf nicht betroffene Felder
möglich sein.

3.1.2.42.2 Schalldämmung und Absorption bzw. Luftschalldämmung und Schallreflexion
Für alle Wandkonstruktionen hat der AN die schalltechnischen Kennwerte durch ein
Gutachten einer staatlichen autorisierten und akkreditierten Prüfstelle nachzuweisen.
Schalldämmung:
Abweichend zur ZTV-LSW wird festgelegt, dass die Prüfzeugnisse im Regelfall immer
vorzulegen sind.
Die Schalldämmung darf an Stößen, Dehnfugen, Übergängen und Einbauten, wie
Servicetüren, etc. nicht vermindert sein.
Als maßgebender Luftschalldämmwert ist DLR gemäß ÖNORM EN 1793-2 zu
verwenden.
Schallabsorption:
Als maßgebender Schallabsorptionsgrad ist DLα gemäß ÖNORM EN 1793-1 zu
verwenden.
Luftschalldämmung:
Die Prüfzeugnisse sind 14 Tage nach Auftragserteilung, spätestens jedoch ein Monat
vor dem Versetzen der Lärmschutzelemente dem AG vorzulegen.
Die Luftschalldämmung darf an Stehern, Stößen, Dehnfugen, Übergängen und
Einbauten wie zB. Türen, usw. nicht vermindert sein.
Als maßgebender Luftschalldämmwert ist DLSI gemäß ÖNORM EN 1793-6 zu
verwenden.
Schallreflexion:
Als maßgebender Schallreflexionsindex ist DLRI gemäß ÖNORM EN 1793-5 zu
verwenden.
Die Prüfzeugnisse sind 14 Tage nach Auftragserteilung, spätestens jedoch ein Monat
vor dem Versetzen der Lärmschutzelemente dem AG vorzulegen.
Prüfzeugnisse und Gutachten:
Für die konkrete Lärmschutzwandkonstruktion sind die Regelbereich für die
erforderlichen Prüfzeugnisse und Gutachten heranzuziehen. Das heißt, dass die
Prüfzeugnisse und Gutachten nicht für Übergangs-, Sonder- und Türbereiche etc.
vorgelegt werden müssen. Der AN hat jedenfalls sicherzustellen, dass die

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erforderlichen Eigenschaften an jeder Stelle der Lärmschutzwandkonstruktion
gewährleistet sind.
Abnahmeprüfung:
Die Abnahmeprüfung erfolgt gemäß ÖNORM EN 1793 Teil 5 und Teil 6. Dazu
veranlasst der AG die erforderlichen Prüfungen um die Erzielung der in der
Ausschreibung definierten Mindestwerte der Luftschalldämmung und Schallreflexion
im eingebauten Zustand am fertiggestellten Lärmschutzsystem/der Lärmschutzwand
zu überprüfen. Für eine Übernahme der Leistung ist ein positives Prüfergebnis der
Abnahmeprüfung an jeder Stelle des Lärmschutzsystems bzw. der Lärmschutzwand
erforderlich.
Die im Rahmen zur akustischen Abnahmeprüfung von Lärmschutzwänden an
Straßen und Autobahnen auszuführenden Prüfungen sind im Prüfhandbuch zur
akustischen Abnahmeprüfung von Lärmschutzwänden an Straßen und Autobahnen
beschrieben (siehe www.asfinag.net).

3.1.2.42.3 Einwirkungen und Bemessungen
Statische Dimensionierung und Ausbildung:
Das Bauprojekt inkl. statischer Dimensionierung wird vom AG dem AN beigestellt.
3.1.2.42.4 Bauteilbezogene
Spezielle
Lärmschutzmaßnahmen
1.
Technische
Anforderungen
der
Allgemeines
Ein vom AN ohne unbedingte Notwendigkeit durchgeführtes Aus- und
Wiedereinbauen von LSW – Elementen, das lediglich zur Arbeitserleichterung dient,
wird nicht vergütet. Die Lärmschutzwände werden außerhalb der Notrufstandplätze
vorbeigeführt, wobei der Verzug nach außen in Fahrtrichtung gesehen mindestens 4
Normfelder (4,0m oder 5,0m) vor der Notrufsäule beginnt.
1.1
Stahlteile inklusive Korrosionsschutz
Sämtliche Konstruktionselemente und Blechteile aus Stahl müssen nach der
Bearbeitung mit einer Feuerverzinkung nach ÖNORM EN hergestellt werden.
Jeder Bauteil ist ein wesentlicher Teil.
Um Kontaktkorrosion der Schraubverbindungen zu verhindern, sind die
Metalle an den Kontaktstellen z.B. durch Gummi, Kunststoffe oder Anstriche
elektrisch nichtleitend zu verbinden.
1.2
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Betonteile
Die Dicke von Betonteilen im Auflagerbereich hat grundsätzlich 12 cm betragen.
Sollten aus statischen oder/und konstruktiven Gründen stärkere Platten
erforderlich sein, so müssen die Auflagerzonen entsprechend ausgebildet
werden (z.B. Ausklinkungen).
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Die Lasteinleitung des im Auflagerbereich quasi unbewehrten Betons ist
besonders zu beachten und Bauteile mit größeren Beanspruchungen (z.B.
erdeingeschüttete Sockel) erfordern Sonderlösungen.
1.3
Servicetüren und
Korrosionsschutz:
Türen
von
Notausgängen
Der Korrosionsschutz sowohl auf Aluminiumuntergründen oder bandverzinktem
Blech ist nach ZTV-ING oder zumindest gleichwertig auszuführen.
Service- und Notausgangstüren dürfen nicht reflektierend ausgeführt werden,
sondern sind so weit als möglich mit Absorptionsflächen zu versehen.
Servicetüren:
Servicetüren müssen mit Schlössern nachrüstbar ausgeführt werden.
Rahmen, Stock und Servicetürelemente sind im Farbton entsprechend der
Farbgebung der Lärmschutzwand zu beschichten.
Servicetüren sind im Regelfall mit einer lichten Weite von 1,0m und mit einer
Mindestdurchgangshöhe von 2,00 m in die Lärmschutzwand einzubauen. Sie
müssen selbstschließend sein.
Die endgültige Situierung der Servicetüren ist mit dem Betrieb abzustimmen.
Notausgänge:
Notausgänge müssen von der Fahrbahnseite her zu öffnen sein, außen müssen
sie mit
einem Knopf versehen sein. (Vierkant nach Rücksprache mit dem AG) Der
Einbau eines Schlosses muss ohne zusätzliche Maßnahmen möglich sein. Die
Notausgänge werden im Farbton RAL 1018 (Zinkgelb) ausgeführt.
Im Bereich der Notausgänge bzw. im Bereich von Angriffswegen (besondere
Notausgänge, die auch von den Einsatzorganisationen zum Einsatz genutzt
werden können) über die äußeren Lärmschutzwände ist, wenn kein
durchgehender Abgang vorhanden ist, ein Rangierbereich (z.B.
Manipulationsfläche für Rettungstragen) in den Mindestabmessungen von 3,00
m Breite und 3,00 m Länge vorzusehen, oder mittels geeigneter technischer
Maßnahmen (z.B. Vergrößerung der Türbreite o.Ä.) ein ungehinderter
Abtransport von Patienten auf einer Rettungstrage sicherzustellen. Die lichte
Stiegen- und Türbreite hat jedoch mindestens 1,20 m zu betragen.
Notausgänge sind in einer lichten Weite von 1,20m und mit einer
Mindestdurchgangshöhe von 2,0m in die Lärmschutzwand einzubauen und
müssen selbstschließend sein. Böschungsseitig ist ein geeigneter mittels
Geländer abgesicherter Standplatz und ein Treppenabgang (B=1,20m) in das
angrenzende Gelände herzustellen.
Notausgänge sind grundsätzlich fortlaufend zu kennzeichnen (Kilometrierung).
Die Kennzeichnung ist im Bereich des Notausganges beidseitig anzubringen
und in die Einsatzpläne der Einsatzorganisationen einzutragen. Die
Beschriftung muss deutlich sichtbar sein.
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1.4Farbwahl / Gestaltung Lärmschutzwand
Hinsichtlich der genauen Farbwahl sind Muster vorzulegen, welche vom AG
freigegeben werden.
Mehraufwendungen beim Versetzen der Elemente durch die Anordnung
verschiedener Farben bzw. Materialien der Elemente sind mit den
Einheitspreisen abgegolten und werden nicht gesondert vergütet.
1.5  Leitschienen
Die Details sind entsprechend der RVS auszuführen.
Die Leitschienensteher sind so auszuteilen, dass kein Steher unmittelbar vor
einer
Notausgang-
oder
Servicetür
steht.
Daraus
entstehende
Mehraufwendungen sind mit dem Positionspreis für die Leitschienen
abgegolten.
1.6
Zusätzliche Sicherung der Elemente und Elementteile
Auf Brücken, Stützwänden und ähnlichen exponierten Stellen über, bzw.
unmittelbar neben öffentlichen Verkehrsflächen, sind Lärmschutzelemente und
Betonsockelelemente gegen Abstürzen auf diese Flächen durch
Haltekonstruktionen (z.B. Drahtseile) zu sichern.
Sind spröde Materialien oder Materialien, bei denen eine Versprödung nicht
auszuschließen ist (z.B. transparente Kunststoffe) vorgesehen, so ist die
Sicherung gegen Abstürzen dieser Elemente und ihrer Bruchstücke konstruktiv
durch Fangkonstruktionen (z.B. Schutznetze aus Drahtgeflecht oder bei
transparenten Kunststoffen durch integrierte Fangkonstruktionen mit
zusätzlichen Haltekonstruktionen aus Drahtseilen) zu gewährleisten.
Seile und Befestigungsmittel sind aus nichtrostendem Stahl nach ÖNORM EN
ISO, Werkstoff-Nummer 1.4401 oder gleichwertig (z.B 1.4571) auszuführen,
wobei der Seildurchmesser 4mm nicht unterschreiten darf.
Im Bereich mit gesonderter Fangkonstruktion darf auf eine Haltekonstruktion
verzichtet werden.

2.Fundierung / Steherbefestigung
2.1Allgemeines
Es sind grundsätzlich Einzelfundierungen herzustellen.
Die Oberflächen der Köcher sind dachförmig mit ca. 5% Neigung
abzuschrägen, damit das Niederschlagswasser von der Einspannstelle der
Steher abfließen kann.
Pfahlköpfe müssen für die Aufnahme der Beanspruchungen aus den Stehern
die statisch erforderlichen Bewehrungen aufweisen.
2.2
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Rammpfähle
Grundsätzlich werden seitens des AG Bodenuntersuchungen (Beurteilung der
Rammbarkeit des Untergrundes) zur Verfügung gestellt, die die Basis für die
Ausarbeitung der Pfahlgründung darstellen. Abgestimmt auf die
Bodenverhältnisse und den Pfahldurchmesser sind geeignete Rammschuhe,
Bagger und Vibrationsrammen zu verwenden.

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2.3Flachfundierungen
Nur in Sonderfällen ist eine Flachfundierung auszuführen. Als Sonderfall gilt
lediglich, wenn aus technischen und/oder geometrischen Gründen die
vorgeschriebene Regelausführung der Bohrpfähle/Stahlrohrrammpfähle nicht
durchführbar ist.
3.Lärmschutzwandsteher
Als Steher sind I–Breitflanschprofile
erforderlichenfalls verstärkt werden.
zu
verwenden,
die
durch
Laschen
Der Achsabstand der Steher beträgt in der Regel:
• außerhalb von Kunstbauten
4,0 m / 5,0 m / 6,0 m
• auf Brücken
2,0 m
Montagebeschädigungen am Zinküberzug sind nach metallisch blanker
Oberflächenvorbereitung mit einem Zinkstaubbeschichtungsstoff in einer
Sollschichtdicke von 100μm nach ÖNORM EN ISO auszubessern.
Um Kontaktkorrosion der Berührungsflächen zwischen unterschiedlichen Metallteilen
zu verhindern, sind die Metalle an den Kontaktstellen z.B. durch Gummi, Kunststoffe
oder Anstriche elektrisch nichtleitend zu verbinden.

Um eine stufenlose Ausbildung der Lärmschutzwandoberkante zu erreichen, sind die
Steher im rechten Winkel zur Längsneigung des Fahrbahnrandes bzw. des
Randbalkens in Abstimmung mit dem Auftraggeber zu versetzen (im Regelfall bis zu
4% Längsneigung, vergleiche auch ZTV-Lsw).


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4.Lärmschutzmaterialien
4.1Allgemeines
Die Wandelemente weisen folgende Längen im Regelfall auf:


außerhalb von Kunstbauten ....
3,96 / 4,96 / 5,96 m
auf Brücken ............................ 1,96 m
Die Passfelder sind Felder, die von der Regellänge abweichen.
Mineralfasermatten müssen wasserabstoßend und voll silikonisiert sein, dürfen
weder flattern noch einknicken und dürfen nicht in Folien eingeschlossen
werden. Sie müssen so eingebaut und gehalten werden, dass sie sowohl von
der Vorderwand als auch von der Rückwand der Kassette einen Abstand von
mindestens 2 cm aufweisen. Eindringendes Niederschlagswasser muss leicht
aus den Elementen ausfließen können. Zwischen den einzelnen Elementen ist
entweder eine Verzahnung auszuführen (Nut und Feder), oder jedes Element
muss mit einer entsprechenden, einseitig fest aufgeklebten Dichtung auf dem
nächsten Element aufliegen. Die Fuge zwischen dem Wandsockelelement (i.A.
Betonfertigteil) und dem darüber liegenden Wandelement (z.B. Holzbeton) ist
mit einem ausreichend dicken Neoprenprofil oder verrottungsbeständigen
Schaumstoffstreifen abzudichten. Sämtliche Dichtungen müssen vor Montage
der Wandteile eingebaut werden.
Die Auflagerung nicht fix mit dem Steher verschraubter Wandteile muss
mindestens 4 cm betragen.
Bei lose eingeschobenen Elementen müssen auf der Vorder- und Rückseite
elastische Dichtungs- und Klemmprofile zwischen den Steherflanschen und den
Elementen eingebaut werden.

4.2
Lärmschutzwälle und –dämme
Lärmschutzwall:

Anschüttungen ohne gesonderte Verdichtung. Die Kornverteilung und die
Scherfestigkeit des Schüttmaterials ist auf die Böschungsneigung und die
Dammhöhe abzustimmen.
Lärmschutzdamm
Vorgeschriebener Verdichtungsgrad Dpr > 95%. Die Kornverteilung und die
Scherfestigkeit des Schüttmaterials ist auf die geplante Böschungsneigung und
die Dammhöhe abzustimmen.
Nachweis des erreichten Verdichtungsgrades durch Lastplattenversuche oder
durch Trockendichtenachweise je 2.500 m3 Schüttung oder durch die
Isotopensonde, jedoch mindestens 1 Nachweis für jeden einzelnen Damm.

Lärmschutzdamm mit aufgesetzter Lärmschutzwand
Für Lärmschutzdämme mit aufgesetzter Lärmschutzwand gelten für die
Verdichtung der Dammschüttung erhöhte Anforderungen.

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4.3
Lärmschutzelemente aus Holz
Das verwendete Holz muss resistent gegen organische Schädlinge sein (Klasse
1 nach
DIN). Grundsätzlich ist nur gehobeltes und kesseldruckimprägniertes Lärchen-
oder Kiefernholz oder Gleichwertiges (z.B. Thermoholz bei entsprechenden
Nachweisen) zugelassen.
Die Holzschutzmittel dürfen keine pflanzen schädigenden Stoffe absetzen.
Die Mindestdicke der Flechtholzstreifen muss 8mm betragen. Risse und
Verwerfungen dürfen die schalltechnische Funktion und die Standsicherheit
nicht beeinträchtigen. Holz darf nur mit diffusionsoffenen Anstrichen versehen
werden.
Sämtliche Schrauben für die Verbindung aller Teile der Holzwandelemente
(auch für die Abdeckbretter und Verkleidungen) haben NIROSTA - Qualität
(mind. A2) aufzuweisen.
Nagelungen sind ausschließlich nur als provisorische Fertigungshilfe zulässig.
Flechthölzer sind pro Befestigungsstelle an den senkrechten Leisten mit jeweils
zwei NIROSTA - Klammern zu fixieren.
Die verwendete Holzfestigkeit muss mindestens der Holzklasse S10 gemäß
ÖNORM DIN entsprechen.
Die verwendeten Lärmschutzelemente dürfen nicht in direktem Erdkontakt
stehen. Wenn Holz zusätzlich zur Kesseldruckimprägnierung farbgebend
gestrichen wird, so ist die Verträglichkeit des farbgebenden Anstrichs mit der
Kesseldruckimprägnierung nachzuweisen.
Die Lärmschutzelemente sind zusätzlich gemäß ZTV-LSW zum chemischen
Holzschutz mit einer austauschbaren Abdeckung zu versehen. Eine direkte
Auflagerung auf das Betonbrett ist nicht zulässig.

4.4Lärmschutzelemente aus Acrylgas (Polymethylmethacrylat)
Es ist Acrylglas von wenigstens 15 mm Dicke zu verwenden. Bei Acrylglas mit
integrierter Fangkonstruktion sind die zusätzlichen Haltekonstruktionen aus
Drahtseilen nach Angaben des Herstellers auszuführen.
Der Vogelschutz ist entsprechend den Ergebnissen der Studie „Vermeidung
von Vogelanprall an Glasflächen" der ASFINAG auszuführen.

4.5Lärmschutzelemente aus Aluminium
In Abänderung zur ZTV LSW (1,0mm) muss die Blechdicke von Alukassetten
mindestens 1,25 mm betragen.
Für den Korrosionsschutz der Außenflächen von Alukassetten sind die
Beschichtungssysteme 3.6.3/1 (eine Deckbeschichtung Polyesterpulver-
Einbrennlackierung SSD 60μm) und 3.6.3/2 (eine Zwischenbeschichtung PUR-
Nassbeschichtung SSD 50μm und eine Deckbeschichtung PUR-
Nassbeschichtung SSD 50μm) nach ZTV-ING, zulässig.

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Bauteile an den Elementenden sind entsprechend robust und ebenfalls aus
Aluminium auszuführen (Strangpressprofil oder Tiefziehteil). Die tragenden
Bauteile sind aus Aluminiumstrangpressprofilen herzustellen (Ober- und
Untergurt).
Aluminiumteile dürfen mit Stahlteilen nicht in elektrisch leitender Verbindung
stehen (auch nicht über Verbindungsmittel wie Schrauben u. dgl.!).

4.6 Lärmschutzelemente aus Holzbeton
Elemente müssen zur Gewährleistung der „Luftschalldämmung" derart gestaltet
sein, dass innerhalb eines Elementes die erforderliche Luftschalldämmung an
jeder Stelle des Elementes erfüllt wird.
Bei Einsatz von Beton als Trägerelement ist zur Erzielung der erforderlichen
Schalldämmung ein Wechsel von Materialqualitäten innerhalb des
Trägerelementes nicht zulässig.
Elemente aus einzelnen Lärmschutzsteinen/Hohlsteine aus Holzbeton oder
ähnlichen Materialqualitäten sind jedenfalls unzulässig.

4.7
Sockelplatten aus Beton
Die Betonsockelelemente sind so einzubauen, dass die als "Oberseite" bei der
Herstellung entstandene raue Oberfläche (Besenstrich) zur Fahrbahn zeigt.
Diese Sockel müssen schalldicht an den Boden und an die Pfosten
angeschlossen werden, wobei Entwässerungsöffnungen gem. LB-VI
vorzusehen sind.
Für die Auflagerung der Lärmschutzelemente auf den Betonsockelelementen
sind durchgehende Dichtbänder und der Auflagerung der Sockelelemente auf
den Pfahlköpfen sind Elastomer Lager oder Hartgummiplättchen zu verwenden.

3.1.2.42.5 Vorgangsweise bei besonderen Anlageverhältnissen
Grundsätzlich sind Fahrbahnunebenheiten in Freilandbereichen auszugleichen
(theoretische Nivellette). Desgleichen sind im Brückenbereich höhenmäßige
Abweichungen der Lärmschutzwandoberkanten zur Nivellette („durchhängen" der
Tragwerke) mittels Kunstharzmörtel – Unterbettung oder entsprechend angepassten
Stehern auszugleichen.

1.Brückenbereiche und Stützmauern
1.1Geländer
Unter Bezug auf die RVS sind für die Situierung der Lärmschutzwände im
Bereich von Brückenobjekten zusätzlich folgende Punkte zu berücksichtigen:
Entsprechend RVS ist bei der Demontage der Geländerkonstruktion die
Montage eines demontierbaren Zugbandes erforderlich.
1.2Randbalken
Die Wandelemente von Lärmschutzeinrichtungen sind von der
Randbalkenoberkante des Brückenobjektes mindestens 2cm freizusetzen. Die
Abdeckung des verbleibenden Fugenspaltes muss mittels UV- und
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säurebeständigen Neopren – Streifenelementen (Breite 15cm), einseitig
geklebten Neopolenschnüren erfolgen.
Die entsprechende Befestigung des Neoprenstreifens am Betonfertigteil der
Lärmschutzwand ist durch Andübeln von Stahlklemmleisten in feuerverzinkter
Ausführung zu gewährleisten.
Die Auflageflächen der LSW – Ankerplatten sind auszurichten und mit
kunststoffvergütetem Zementmörtel auszufüllen bzw. satt im Mörtelbett (XF4)
zu versetzen.
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